Ende der 80er Jahre stand die Firma Square kurz vor der Pleite. Doch wollten die Entwickler nicht tatenlos aufgeben und investierten ihre letzten finanziellen Mittel in ein Spiel, das den Namen Final Fantasy erhielt. GameReport beleuchtet die Geschichte zu der erfolgreichen Serie.
Square (heute bekannt als Square Enix) entschied sich für den Namen, da das Spiel in einer Fantasie Welt spielte und das letzte Spiel der Firma sein sollte. Dass dieses JRPG die Firma rettete und der Grundstein für eine der beliebtesten Computerspielserien ist, hätte damals niemand geglaubt. Grund genug für GameReport einen Streifzug zur Geschichte von Final Fantasy zu machen und einen Blick auf die Unmengen an Ablegern zu werfen.
Das erste Final Fantasy erschien 1987 für den NES. Die Grafik war für die damaligen Verhältnisse sehr gut. Doch steckte das auf rundenbasierende Kampfsystem noch in den Kinderschuhen: Hier musste jeder Charakter warten, bis er an der Reihe war, um seinen Zug zu machen. Dann wurde an einer Leiste die gewünschte Aktion gewählt. Obwohl dieses System bereits in dem hierzulande nicht veröffentlichten Dragon Quest (1986, Dragon Warrior in den USA) benutzt wurde, waren die Monster in Final Fantasy sehr oft zu stark und warfen zu wenig Erfahrungspunkte, sowie Gold ab. Folglich brauchte der Spieler eine sehr hohe Frustrationsgrenze. Neu war allerdings, dass der Spieler das erste Mal seine Gruppe in den Kämpfen sah. Ein Jobsystem, wenn auch nur ein kleines, war bereits vorhanden. Auch konnte hier nur in den Gasthäusern gespeichert werden. Dafür waren bereits viele für die Final Fantasy Reihe typische Elemente vorhanden, wie die vier Kristalle, die Erde, Feuer, Wasser und Luft symbolisieren, oder das Luftschiff. Ebenso wie die Musik nach einer gewonnen Schlacht.
In Europa wurde das Spiel erst 2003 für den Game Boy Advance das erste Mal veröffentlicht. In dieser Version wurde auch das Kampfsystem verbessert.
Da Final Fantasy die Firma Square vor der Pleite rettete, musste natürlich ein Nachfolger her. Dieser erschien bereits 1988. Doch da der erste Teil über eine abgeschlossene Geschichte verfügte, spielte Final Fantasy II in einer neuen Welt. Diese enthielt bekannte Elemente seines Vorgängers, wie das Luftschiff und die Kristalle. Seitdem findet jeder Teil der Hauptreihe mit zwei Ausnahmen in einer neuen Welt statt.
In Final Fantasy II wurde das Kampfsystem sehr stark erleichtert. Es basierte wie sein Vorgänger zwar immer noch auf einzelnen Runden, doch warfen die Gegner jetzt ausreichend Gold ab. Das Aufleveln der Charaktere ging nicht mehr nach Punkten, sondern richtete sich nach den im Kampf eingesteckten Treffern bzw. nach der Häufigkeit der Benutzung einer Waffe oder eines Zaubers. Dieses System fand in den nachfolgenden Spielen keine Verwendung mehr.
Hier hatten die Helden Namen und eine Hintergrundgeschichte. Einer von ihnen verließ sogar während des Spiels die Gruppe und wurde durch andere Charaktere ersetzt. Doch die zwei wichtigsten Erneuerungen waren, dass Cid und die Chocobos zum ersten Mal auftauchten.
Dieses Spiel wurde erst 2003 auf den Game Boy Advanced in Europa und Nord Amerika veröffentlicht. Obwohl an einer Version für den amerikanischen Markt gearbeitet wurde, ist diese nie erschienen. Der Grund war das SNES. Stattdessen erschien der vierte Teil der Serie unter den Namen Final Fantasy II auf dem amerikanischen Markt.
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